Glow Up! - Jugendtag 2023 im Apostelbereich Süd

Die Jugend aus den Kirchenbezirken Gotha, Erfurt, Plauen, Zwickau und Chemnitz erlebten unter dem Motto Glow Up! ein begeisterndes Wochenende im Freizeitpark Feuerkuppe bei Sondershausen. 

Pauline Röhr (Gemeinde Ilmenau), Teil des jugendlichen Orga-Teams, berichtet von diesem Wochenende:

Schon wochenlang voller Aufregung, ging es am Freitag, dem 1. September, endlich los zur Feuerkuppe! So voll Vorfreude auf all die alten und so viele neue Gesichter war ich schon lange nicht mehr. Die Planung hat uns zwar Zeit und Energie gekostet, aber umso mehr war ich auf das Ergebnis gespannt! Gemeinsam mit den anderen Orcas (Scherzsynonym für Organisationsteam), sowie in Absprache mit den Bezirksjugendleitern, unserem Apostel Ralph Wittich und vielen, vielen weiteren Helfern durfte ich das Jugendtagswochenende unter dem Motto Glow up! mitorganisieren und gestalten.

Als wir am Ferienpark mit Bungalows, Gemeinschaftsräumen, einem Freibad und vielem mehr ankamen, waren einige der 350 angemeldeten Jugendlichen bereits da und standen gemeinsam mit uns im Regen an der Anmeldung (mittelmäßig Glow-upiger Start ins Wochenende). Nachdem ich ein cooles Festivalbändchen bekommen hatte, ging es mit meiner Jugendgruppe in den Bungalow. Auspacken hier, Betten beziehen da und anschließend auf zum gemeinsamen Grillen. Gut gesättigt bin ich mit den Anderen zur Open-Air-Bühne. Dort durften wir einen gemeinsamen Beginn haben, mit mega-mäßiger Moderation durch Antonia und Frieda. Anschließend standen mir mehrere Aktivitäten für das Abendprogramm zur Auswahl und ich habe mir natürlich alles nacheinander angeschaut. 

Zuerst habe ich passend zum Motto das Lagerfeuer besucht und ein bisschen Stockbrot gesnackt. Danach bin ich zur Bühne gegangen und war kurz ein bisschen tanzen. Aber mein absolutes Highlight des Abends war definitiv das Karaoke-Singen! So viele junge und junggebliebene Menschen kamen zusammen, die gesungen, getanzt haben und einfach nur riesigen Spaß hatten.

Den Samstag haben tatsächlich einige sehr motivierte Jugendliche mit Morgen-Yoga begonnen. Ich Couch-Kartoffel war selbst nicht dabei, habe aber gehört, dass es sehr gut gewesen sein soll. Das reichhaltige Frühstück hat mir sehr dabei geholfen, energiegeladen in den Tag zu starten. Das war auch wichtig, denn die bevorstehende Gruppenaktivität sollte es in sich haben: ein Bobbycar-Rennen! Zunächst haben wir uns auf der großen Wiese versammelt. Frieda und Antonia starteten den Tag mit uns allen und unser Apostel Ralph Wittich begrüßte uns, der das Morgengebet mit uns sprach. Dann ging es auch schon in das Rennen, was total lustig war! Die Bobbycars waren auch noch schön gestaltet (mein Favorit war Scratch aus “Ice Age”).

Im Vorfeld haben wir per Mail das Beitragsheft mit allen Aktivitäten bekommen. Vorbildlich hatte ich mir einen Plan gemacht, um möglichst viele Programmpunkte mitzunehmen. Denn der Samstag war so gestaltet, dass für alle etwas dabei war. Es war einfach nur schön, übers Gelände zu laufen und überall Menschen zu sehen, die gemeinsam eine gute Zeit haben. Zum Beispiel bin ich an einer Gruppe vorbeigegangen, die gerade versuchte, den Fröbelturm zu bauen und gleichzeitig ist jemand mit seinem Bobbycar darunter durchgefahren und im Hintergrund haben andere Leute Baumstämme geworfen. Was für ein witziger Anblick. Daneben saßen Jugendliche und unterhielten sich über die Singlebörse und überlegten, zu welchen Workshops sie heute noch gehen könnten. 

Ich selbst war ein bisschen im Stress und ganz aufgeregt, da ich meinen eigenen Workshop “Hilfe, ich bin neuapostolisch" noch vorbereiten musste. Beim Volleyballfeld habe ich kurz ein paar Teams beobachtet, die gegeneinander angetreten sind. Dort war auch irgendwie immer was los. Beim Mittagessen hatte ich dann die Gelegenheit, mich kurz mit anderen Jugendlichen auszutauschen und Kraft für den Nachmittag zu sammeln.

Weitere Workshops wie “Bibellesen mal anders” oder auch "Bibliolog", ein Workshop zu Veranstaltungstechnik, aber auch Sport und Freizeit standen auf dem Programm. Da konnte ich mich bei so viel Auswahl kaum entscheiden. Aufgetankt bin ich mit Freunden zum Workshop “Moderne Musik”, bei dem wir Pop- und Kirchenlieder gesungen haben. Wieder einmal hat mich die Atmosphäre total beeindruckt. So viele junge Menschen, die an Kirche, Musik und Veränderung interessiert sind: das finde ich großartig und bemerkenswert. Es zeigt, was unsere Kirche ausmacht! Danach habe ich erst einmal eine Pause und vor allem Abkühlung gebraucht. Also ab ins Freibad … das war total kalt, aber mega witzig und Grüße gehen raus an den Bademeister, der sich für uns alle da hingesetzt hat! *Ehrenmann*

 Anschließend wurden zwei super coole Workshops angeboten, die Entscheidung ist mir echt nicht leicht gefallen…und am Andrang habe ich gesehen, dass es wohl mehreren Jugendlichen so ging. Zum einen fand der Workshop “Diakonin - ich und mein Amt”, aber auch “(M)eine Kirche in 30 Jahren” statt. Ich finde es toll, dass die Angebote so wahrgenommen und genutzt wurden und die Teilnahme so groß war! Junge Leute scheinen ja doch Interesse an Kirche zu haben und vor allem daran, auch etwas verändern zu wollen (und das ist auch gar nicht schlimm).

Nach dem Abendessen ging es für uns alle zur gemeinsamen Abendveranstaltung. Ein paar Jugendgruppen haben sich richtig Gedanken gemacht und ein kleines Programm auf die Beine gestellt. Wir (Jugendgruppe aus Ilmenau) waren für die kleine musikalische Umrahmung zuständig - puuh aufregend! Eingeleitet wurde der Abend von Frieda und Antonia, die das mal wieder super gemacht haben. Anschließend hat die Jugend aus Plauen Rotkäppchen mal ganz anders aufgeführt und das war einfach nur mega! Hut ab und riesigen digitalen Applaus. Das war überragend und hat allen richtig gut gefallen!!!

Auch die Jugend aus Zwickau hat sich Gedanken gemacht und eine kleine Spielshow für unsere Bezirksjugendleiter vorbereitet. Das war ein Spaß für das ganze Publikum und eine Herausforderung für sie. Außerdem wurden die besten Baumstammweitwerfer und Bobbycars gekürt. Zwischendurch haben wir alle gemeinsam gesungen. Am Ende der Veranstaltung wurde allen Helfern gedankt, die dieses Wochenende ermöglicht haben. Auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an unseren Apostel, alle Bezirksjugendleiter, Sanitäter, Getränkelieferanten, Techniker, die Mitarbeiter der Jugendherberge, Jan (Jugendbeauftragter im Apostelbereich, der uns aushalten musste), meine Mit-Orcas und und und … (bitte nicht böse sein, wenn ich jemanden vergessen habe)! Der Samstag endete mit viel Spaß und guter Stimmung. Lagerfeuer, Disco und Spiele standen den Jugendlichen zur Verfügung. Ich persönlich habe erst beim Lagerfeuer vorbeigeschaut und später noch eine gediegene Runde “Werwolf” mit meiner Jugend gespielt.

Der Sonntag war mein Highlight schlechthin! Noch etwas müde vom vorherigen Abend, bin ich zum leckeren Frühstück im großzügigen Speisesaal gegangen und anschließend auch schon zum Gottesdienst gehuscht. Schon kamen nach und nach die Jugendlichen. Im Vergleich zum Freitag war heute richtig schönes Wetter - voll der Glow Up, würde Jan jetzt sagen. Aber da hat er schon recht. Es war total warm in der Sonne und richtig schön, wie sie auf den selbstgebauten Altar strahlte.

Vor dem Gottesdienst haben wir ein paar Lieder gespielt und es wurden Fürbitten von Jugendlichen vorgelesen, die übers Wochenende aufgeschrieben werden konnten. Da musste ich mich ganz schön zusammenreißen…das war richtig schön. Vor allem eine Fürbitte ist mir besonders in Erinnerung geblieben: „Wir denken an alle Jugendlichen, die nicht kommen konnten, aber wollten, oder doch nicht kommen wollten, aber konnten”. Die Fürbitten wurden anschließend an den Altar gesteckt: eine richtig schöne Geste. 

Das Bibelwort des Gottesdienstes thematisierte einen bekannten Glow Up! aus dem Alten Testament: “Mache dich auf und werde Licht; denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!” (Jesaja 60,1). Der Gottesdienst war einfach nur schön! Ich kann es nicht anders sagen. Meine Aufmerksamkeitsspanne war ja noch nie die längste und die Idee vom Apostel, mehrere Amtsträger mitdienen zu lassen, fand ich klasse.

Nach dem Gottesdienst gab es die Möglichkeit, noch am Mittagessen teilzunehmen. Wir waren so lange beim Essen, eigentlich wollten wir gar nicht wieder nach Hause fahren. Anschließend haben wir uns mit etwas feuchten Augen verabschiedet. Wir sind noch mehr zusammengewachsen und haben neue Gesichter in unsere Jugend aufgenommen. Müde aber zufrieden bin ich wieder zu Hause angekommen, und mir ist jetzt schon eines klar: nächstes Mal bin ich wieder dabei!

Anmerkung der Redaktion:

Zu sehen, wie sehr sich junge Menschen für Kirche interessieren, wie sich alle umeinander gekümmert haben und wie die Jugendlichen zusammengewachsen sind, fanden wir bemerkenswert und unfassbar schön. Wir möchten, dass unbedingt klar wird, dass die Kirche stolz auf die Jugend sein kann! Wir sind offen für andere Jugendliche, die wir nicht kennen. Wir sind füreinander da. Und vor allem wollen wir, dass unsere Kirche auch in Zukunft noch existiert und vielleicht sogar “besser” wird. Dieses Wochenende hat unserer Meinung nach in der Jugend ein Glow Up! bewirkt. Und zwar innerhalb der Gemeinschaft, des Glaubens und des Zusammenseins. Nach Corona war es für uns alle nicht leicht. Aber jetzt sind wir alle wieder ein Stück enger zusammengewachsen und das ist einfach nur schön.