Jugendgottesdienst in Zeitz

(11.10.2026). Beim Jugendgottesdienst im Oktober in Zeitz stand die Frage im Mittelpunkt, wie wir die richtigen Entscheidungen für unser Leben treffen können. Der Gottesdienst wurde durch den Bezirksjugendbeauftragten Thomas Hartmann geleitet und als Grundlage diente das Bibelwort aus Psalm 32,8.

Ein Bericht von Diakonin Sandra Zocher aus Gera:
Priester Hartmann berichtete zunächst von einem kürzlich besuchten Seminar. Dort sei ihm neu bewusst geworden, unter welchem gesellschaftlichen Druck junge Menschen heute stehen und wie stark sie durch Zukunftssorgen beeinflusst werden. Entscheidungen würden häufig eher kurzfristig und aus dem Bauch heraus getroffen.

Anschließend erzählte er von seiner ersten Teilnahme an einer Bibelmeditation. Zu Beginn sei es ihm schwergefallen, zur Ruhe zu kommen. Nach einigen Minuten sei es ihm jedoch gelungen, sich zu sammeln und sich intensiver auf das gelesene Bibelwort einzulassen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Zeiten der Stille sein können, um Gottes Stimme wahrzunehmen.

Für den einen oder anderen Schmunzler sorgte der Satz, dass Eltern in der Pubertät merkwürdig werden. Auch das Bild von Gott als unserem „Navi“ blieb mir besonders im Gedächtnis. Dabei musste ich an unsere eigene Anfahrt zum Jugendgottesdienst denken: Wir mussten zweimal umkehren, trafen an einem vereinbarten Ziel eine Jugendliche nicht an und mussten schließlich ein neues Ziel eingeben. Dazu passte der Spruch sehr gut: „Erfahrungen macht man kurz nachdem man sie gebraucht hätte.“

Priester Hartmann machte deutlich: Wenn wir Gott das Ziel bestimmen lassen und IHM vertrauen, können wir erleben, wie ER wirkt. Als persönliches Beispiel erzählte er von einem Vertrag, den er als Vereinsvorsitzender für eine Schule unterschreiben musste. Die damit verbundenen Kosten beliefen sich auf 500.000 Euro, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand, wie die Finanzierung erfolgen sollte. Im Vertrauen auf Gott unterschrieb er den Vertrag. Genau an dem Tag, an dem die Baufahrzeuge anrollten, erhielt er die Zusage für eine größere Spende.

In der Co-Predigt unterstrich Priester Tobias Schmidt, dass Gott leise ist und wir uns bewusst Zeit nehmen müssen, um IHN zu hören. Aus seinem eigenen Erleben berichtete er außerdem, dass Gottes Wege manchmal anders verlaufen, als wir es uns vorgestellt haben. Auch darin zeigt sich Gottes Führung.

Für mich persönlich nehme ich aus diesem Gottesdienst die Zusage mit, dass Gott immer bei mir ist und mich im Blick behält. Besonders in der Stille kann ich IHN hören und mich von IHM führen lassen. Wenn ich Jesus vertraue, muss ich meinen Weg nicht allein finden.