Jugendgottesdienst in Rockendorf

(17.05.2026). Der Jugendgottesdienst im Mai fand in der Gemeinde Rockendorf statt und wurde vom jungen Priester und Jugendseelsorger der Gemeinde Hermsdorf geleitet. Der Vormittag war geprägt von christlichen Leitlinien und passenden geistlichen Liedern, während der Nachmittag nach reichhaltiger Verpflegung einen geschichtlichen Einblick in die „Höhen und Tiefen“ des Nachbarortes Krölpa bot.

Priester Martin Tröger predigte über Matthäus 6, Vers 33 aus der Bergpredigt Jesu. Er betonte, dass ein Leben mit Jesus als Orientierung helfen kann, Sorgen loszulassen und die Gemeinschaft mit ihm zu suchen.

Während des Gottesdienstes wurden unter anderem die Lieder „Ich will etwas vom Leben haben“, „Eckstein“ und „Wie ein Hirsch“ gesungen. Als Bibellesung diente Matthäus 6, Verse 19–34.

Der Dienstleiter hob hervor, dass Probleme allein oft schwer zu lösen sind, während gemeinsames Handeln verschiedene Wege eröffnet. Zudem erinnert uns die durch Jesus geschenkte Gerechtigkeit daran, fair und gerecht mit unseren Mitmenschen umzugehen.

Priester Klaus Sammler aus der Gemeinde Plauen sprach darüber, wie stark wir heute durch soziale Medien beeinflusst werden, besonders durch unrealistische Bilder und Vergleiche. Gleichzeitig machte er Mut: Jesus liebt uns so, wie wir sind – unabhängig von Aussehen oder Fehlern. Deshalb sollen wir zuerst nach dem Reich Gottes streben, etwa durch Gebet oder Bibellesen.

Er berichtete außerdem von einem Vorfall bei einer Jugendstunde, bei dem ein Jugendlicher verletzt wurde. Nachdem in der WhatsApp-Gruppe darüber informiert wurde, beteten viele sofort für ihn, und es trat schnell Besserung ein. Dies verdeutlicht, dass manche Gebete unmittelbar erhört werden, während andere Zeit brauchen.

Nach dem Gottesdienst gab es Verpflegung von Grill und Buffet, sodass viele der Anwesenden bei herrlichem Sonnenschein auf dem Kirchenhof noch mit anderen ins Gespräch kamen. Anschließend war eine Besichtigung der Dorfkirche und des Pfarrhauses im benachbarten Krölpa.

Pfarrerin Ute Thalmann berichtete über die bewegte Geschichte des knapp 1000 Jahre alten Gebäudes und führte die Besucherinnen und Besucher auf den leicht schiefen Kirchturm, von welchem man einen fantastischen Blick über dien Umgebung hat. Die Führung endete im historischen Keller des Pfarrhauses mit einer Erfrischung für die Gäste und Blumen für die Gastgeberin.

Ein herzlicher Dank für die liebevolle Versorgung und Organisation geht an die Gemeinde Rockendorf!

Übrigens: Von Krölpa bzw. dem Nachbarort Ranis aus, verbreitete sich in den Jahren vor 1890 die Neuapostolische Kirche in Thüringen, zunächst nach Greiz und Schleiz im ostthüringischen Vogtland.