Vorsteherwechsel – Hirte und Schäfchen in seiner Hand

Zum zweiten Sonntagsgottesdienst im neuen Jahr hatte die Gemeinde Gera Besuch. Apostel Rolf Wosnitzka beauftragte einen neuen Vorsteher für die ostthüringische Gemeinde. Viele Wünsche begleiten den neuen Vorsteher.

Den Gottesdienst stellte der Apostel unter das bekannte Bibelwort Römer 13,12:

„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“

Die Finsternis in Belastungen, Sorgen, Kummer, Anfechtung durch das Böse ist im neuen Jahr nicht verschwunden. Wir möchten dennoch, so betonte der Apostel in seiner Predigt, Zuversicht haben und alle Hoffnung auf Gott setzen. Gott wird eingreifen, wenn es nötig ist. Christus ist uns auch hier ein Vorbild. Wenn es ganz dunkel um ihn herum war, wie z. B. in den Stunden vor seiner Kreuzigung, hat er im Gebet seinen Vater gesucht. Lichtstrahlen wie:

  • „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ oder
  • „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“

waren Voraussetzungen, die Finsternis zu besiegen. Uns stehen für den Sieg über die Finsternis Waffen des Lichtes zur Verfügung. Der Apostel erklärte einige davon:
Gottvertrauen, Orientierung an Jesu Vorbild, Glaubensstärkung aus der Heiligen Schrift und der Predigt, Liebe zu Gott und dem Nächsten, Hoffnung, Gewissheit eine herrliche Zukunft zu haben.
Auch Jesu war sich bewusst: Wenn er ein Tal durchschreiten muss, wird danach das wärmende Licht Gottes wieder scheinen.

In diesem Gottesdienst wurde Bezirksevangelist Ralf Wilhelmi nach 12 Jahren Vorstehertätigkeit von dieser Aufgabe entbunden. Mit Worten des Dankes würdigte Apostel Wosnitzka dessen 12-jährige Vorsteherzeit in Gera. Vieles konnte in dieser Zeit in der Gemeinde Gera erreicht werden. Er wird nicht „abgesetzt“, so der Apostel. Vielmehr habe er als Bezirksevangelist im größer gewordenen Kirchenbezirk "seine" Aufgaben. In seinem Predigtbeitrag richtete der scheidende Gemeindevorsteher seinen Dank an die Gemeinde und betonte, dass der neue Vorsteher sein vollstes Vertrauen genieße.

Danach rief der Apostel den bisherigen Evangelist Heiko Kappler an den Altar, übertrug ihm das Hirtenamt und beauftragte ihn als Gemeindevorsteher. Die Gemeinde war zuvor bereits über diese Veränderung informiert worden. Zahlreiche Wünsche begleiten nun den neuen Vorsteher. Die Sonntagsschüler der Gemeinde sangen ihm das Lied: „Er (Gott) hält die ganze Welt in seiner Hand“. Bevor sie kleine Geschenke und je eine Blume ihrem neuen Vorsteher übergaben, erklang eine selbst getextete Strophe aus den strahlenden Kinderherzen: „Er hält den Hirten und die Schäfchen in seiner Hand“. Mit dieser Gewissheit möge die neue Aufgabe nicht zu schwer werden.

In diesem Gottesdienst erhielt das Ehepaar Joachim und Ilse Günther den Segen zu ihrer diamantenen Hochzeit. Evangelist i.R. J. Günther hat viele Segensspuren in der früheren Gemeinde Weida als Vorsteher, aber auch als Schulchordirigent und aktiver Sänger im Zentralchor der Gebietskirche Sachsen/Thüringen hinterlassen. Auch ihnen wurden zahlreiche Glückwünsche überbracht.

Text/Fotos: U.S