Bitten in seinem Namen

Am Sonntag, dem 3. Mai diente Apostel Wosnitzka der Gemeinde Gera und spendete einem Kind das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Als Grundlage für den Gottesdienst hatte der Apostel das Bibelwort Johannes 14, 14 gewählt:

"Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun."

Zunächst griff der Apostel einen Satz aus dem Lied des Frauenchores auf, das nach dem Verlesen des Bibelwortes vorgetragen worden war: "Gott nahe zu sein, ist mein Glück." Dann stellte er klar, dass nicht alle Bitten ihre unmittelbare Erfüllung finden können. Entscheidend ist, dass unsere Bitten in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes stehen. Jesus selbst bat: "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Mit Blick auf das Heilige Abendmahl wies der Apostel auf die Bitte im "Unser Vater" hin: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern."

Vor der Versiegelung eines Kleinkindes trugen die Kinder ein Lied vor, in dem besungen wird, wie hoch, weit, tief und stark die Liebe Gottes ist. In seinen persönlichen Worten an die Eltern wies der Apostel darauf hin, dass ihr Kind an diesem Tag eine besondere Gabe empfängt, die Gabe des Heiligen Geistes. Nach unserer Glaubensüberzeugung bedeutet sie "das Siegel der Gotteskindschaft". Das ist ein Glück! Es sei an ihnen, ihrem Kind auch immer wieder dieses Glück vor Augen zu führen; dass es ein Glück ist, Gott in seinem Leben zu haben, mit Gott sein Leben zu gehen und beten zu können. Denn der Glaube braucht auch das Gebet. So sollen sie auch im Gebet ein Vorbild sein, damit ihr Kind lernt, mit Gott zu reden. Und wenn sie ihrer Tochter immer wieder deutlich machen, was uns Jesus an beispielhaftem Handeln mit auf den Weg gegeben hat, dann werden sie im Wesen ihrer Tochter die Wesenszüge Jesu Christi wiederfinden. Das erfreut und baut einen auf.

T.R.