Gewichtige Überraschung

Apostel Rolf Wosnitzka und Apostel Gerald Bimberg überraschten die Gemeinde Gera mit ihrem Besuch.

Da am Sonntag, den 21. April 2013 im Kultur- und Kongresszentrum (KuK) Gera ein Ämtergottesdienst mit dem Bezirksapostel stattfinden sollte, waren die Gottesdienste für die Gemeinden am Samstag angesetzt. An diesem Tag waren in Gera auch die Bezirksämter zu einem Treffen versammelt. Apostel Wosnitzka und Apostel Bimberg nutzten die Gelegenheit und überraschten die Gemeinde Gera mit ihrem Besuch.

Als Bibelwort für den Gottesdienst diente Sprüche 11,1:

„Falsche Waage ist dem Herrn ein Gräuel; aber ein volles Gewicht ist sein Wohlgefallen.“

Auf das Lied des Chores (CM 366a) ging Apostel Wosnitzka mit der Frage ein, mit welchen Wünschen und Erwartungen die Gemeinde in diesen Gottesdienst gekommen sei. Dann rief er zur Geduld auf und tröstete mit den Worten: „Er wird's wohl machen.“

Kerngedanken zum Bibelwort:

In der Antike dienten Steine als Gewichte; diese waren nicht geeicht, wie wir es heute von Gewichten kennen. Damit konnten sich die Händler einen Vorteil verschaffen. Hat das Gebot der Nächstenliebe noch Gewicht? Welche Wichtigkeit und Bedeutung hat für uns der Nächste? Der Satz „ich bete für dich“ reicht nicht! Wir wollen hingehen und helfen! Wie wichtig ist uns das Vertrauen in den himmlischen Vater?

Der Begriff „volles Gewicht“ erinnert an den Europäischen Jugendtag, an dem der Stammapostel die Frage stellte: „Was ist wichtig?“ Wir wollen uns nicht so sehr auf die irdischen Dinge konzentrieren, sondern darauf, Gott zu haben. Und wir wollen auf Gott vertrauen, uns von ihm führen lassen, seine Gnade suchen und auf den Tag des Herrn hoffen.

Apostel Bimberg rief zur Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit auf. Wenn wir uns auf zwei verschiedene Waagen stellen und eine weniger anzeigt, dann könnten wir behaupten, dies sei die richtige. Wir wollen uns aber nichts vormachen. Gewichte müssen auch überprüft werden. Unser Maßstab ist Jesus Christus.

Bezirksevangelist Ralf Wilhelmi, Vorsteher der Gemeinde, sprach seine Freude über den Besuch der Apostel aus und wies darauf hin, dass es selten sei, gleich zwei Apostel in der Gemeinde zu erleben. Im Hinblick auf die Gnade rief er dazu auf, unsere Sünden mit vollem Gewicht zu bekennen, und uns selbst „nicht in Watte zu packen“.

Mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn erfolgte die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl. Wenn der Bruder vielleicht dachte, jetzt besitzt der auch noch die Frechheit und kommt wieder, so sah der Vater es anders und gab ein großes Fest. Bei unserem himmlischen Vater gelten andere Maßstäbe als bei den Menschen. Bei ihm finden wir Gnade.

T.R.